Geschichte der GODS

Die Chronik von ^GODS^.DarkOne — sprachlich überarbeitet (Rechtschreibung, Zeichensetzung, Satzbau), inhaltlich unverändert. Erstfassung 1994–2004, Korrektur 2026.

Am Beginn aller Netzwerkspiele stand Doom. Das Spiel kam 1993 auf den europäischen Markt und war in kürzester Zeit eines der erfolgreichsten (und brutalsten) Spiele aller Zeiten. Der Hersteller id Software war bis dahin bekannt durch Wolfenstein 3D (1992) und dessen direkten Nachfolger Spear of Destiny (1992) — diese Spiele waren allerdings nicht netzwerkfähig, da vermutlich nur Visionäre an eine Zeit der Privatnetze geglaubt hätten. Neben Doom muss auch noch F15 Strike Eagle erwähnt werden, denn es war das meistgespielte Nullmodem-Spiel unseres Mini-Clans.

Mit Heretic (1994) wurde Doom in eine Fantasywelt versetzt; mehr Handlung sollte ins Spiel kommen. Es wurde nie wirklich lange gespielt, denn im selben Jahr erschien Doom 2 — mit vermutlich dem höchsten Spielspaß (im Netzwerk) aller Zeiten. Die apt.wad ging als beste Deathmatch-Level überhaupt in die Geschichte unseres Clans ein. Zwischen dem Erscheinen des hervorragenden Doom und seinem Nachfolger Doom 2 wurde das Netzwerk auf vier Rechner erweitert, was die ersten 4-Player-Deathmatches ermöglichte. Die ersten Computer wurden kilometerweit geschleppt, um sich an den Schreien der sterbenden Mitspieler zu erfreuen. :)

Die folgenden zwei Jahre waren von gelegentlichen Warcraft-2-Sessions (1995) begleitet — und von dem Versuch, ein weiteres Netzwerkspiel neben Doom 2 zu finden. Hexen (1995) hielt nicht, was es versprach, und ging ähnlich schnell und klanglos unter wie Heretic. Danach wurde es sehr still um sämtliche Computeraktivitäten. Bei id Softwares neuestem Spiel Quake (1996), das Doom 2 an Brutalität und 3D-Grafik weit übertraf, gab es bereits seit fast einem Jahr keine „richtigen“ Computersessions mehr. :( Quake fasste in unserem Clan nie richtig Fuß, weil ein Member sich entschieden gegen die Steuerung des Spiels sträubte. So gab es schließlich wieder LANs — allerdings wieder mit Doom 2 -file apt.wad.

Erst als das Internet Einzug in den Clan hielt und ein neues Config-File geschaffen war, startete unser Clan neu: anfangs mit fürchterlichen Reaper-Bots, die allerdings schnell an Witz verloren. Schließlich landeten wir bei Quake und ließen Doom 2 völlig hinter uns. Die Deathmatches in Quake erreichten jedoch nie den Spaßfaktor von apt.wad. Also musste etwas Neues her: Aus dem Internet wurden kurzerhand sämtliche neuen Add-ons für Quake „gesaugt“, und nach einigen Misserfolgen wurde Capture the Flag entdeckt. Das wiedergefundene Quake wurde zum Neuaufstieg unseres LANs — auf allen folgenden Sessions wurde nur noch CTF gespielt. Ansätze des Autorennspiels Carmageddon wurden abgewürgt, da es maximal vier Spieler zuließ.

Hexen 2 (1997) wurde trotz hervorragender Grafik und wunderbarem Gameplay nie wirklich gespielt, denn die Mindestanforderungen riefen bei fast allen Clanspielern spontane Lach-Heul- Salven hervor. Schließlich wurde Windows 95 Standard, und sämtliche Spielehersteller zogen nach. Dank 3Dfx-Beschleunigern war das Spielen grafikintensiver Titel wie Hexen 2 und schließlich auch Quake 2 wieder auf langsamen Rechnern möglich. So kam, wie nicht anders zu erwarten, die große Welle der 3D-Ballerspiele. Allerdings konnte neben Quake 2 nur Unreal uns überzeugen. Quake 2 wurde dank CTF2 und einiger schöner Neuerungen — unter anderem den sehr intelligenten und schnellen CTF2-Bots und den „neuen“ Waffen — das Netzwerkspiel unserer Sessions!

1998 fand wohl der bisherige Höhepunkt aller LAN-Sessions statt: das legendäre Spiel in der Psychiatrischen Anstalt — zwölf Spieler, keine Lautstärkebegrenzung, größtes Manko: Rauchverbot. An diese Session reichten die folgenden nicht mehr heran. Es verging fast ein Jahr Pause, dann ermöglichte id Software die Auferstehung — QUAKE III. Wir spielten nicht nur wieder, NEIN — wir wurden dank Kabelmodem ins 21. Jahrhundert katapultiert und treten nun mit acht Jahren 3D-Ballerorgien-Erfahrung gegen die Welt an.

© ^GODS^.DarkOne — Korrigierte Fassung 2026 auf gods.at

← Zurück zur Startseite